Martha Kaufmann (geb. Meyer) aus Düsseldorf

30.04.1895 Hilden – USA

Martha Kaufmann war die Tochter des Hildener Viehhändlers Nathan Meyer und seiner Frau Maria. 1923 heiratete sie Leo Kaufmann, bekam mit ihm 1926 ihren Sohn Manfred und zog 1929 mit den beiden nach Düsseldorf. Martha arbeitete als Buchhalterin bei ihrem Mann Leo, der zu dieser Zeit am Düsseldorfer Schlachthof tätig war. Als der antisemitische Druck immer größer wurde und ihr Mann Leo aufgrund eines Zutrittverbots beim Schlachthof seine Erwerbstätigkeit verlor, emigrierte die junge Familie in die USA, wo sie sich in Hartford/Connecticut niederließ. Im Gegensatz zu Martha überlebten ihre Eltern die Shoa nicht. Ihr Vater erlag bereits am 12.11.1938 seinen starken Misshandlungen, die er während der Pogromnacht erlitten hatte. Ihre Mutter wurde am 10.11.1941 über den Schlachthof in das Ghetto Minsk deportiert und verlor dort ihr Leben. In den USA mussten Martha und ihr Mann Leo mit Nebenjobs die Familie ernähren. Als ihr Mann 1949 starb, wurde auch Martha erwerbsunfähig und musste später von Entschädigungszahlungen leben.


Literatur und Quellen:

Genger, Angela/ Hildegard Jakobs/Andrea Kramp: Stolpersteine – Stumbling Stones. Erinnerungen an Menschen aus Düsseldorf, Erkrath, Langenfeld, Mettmann, Monheim und Ratingen, Düsseldorf 2012.
Auskünfte Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, 15.6.2016
Landesarchiv NRW R, RW 58/31385, RW 58/41305

Autor: Stefan Mühlhausen

Stammbaum

Stammbaum

Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.