Manfred Kaufmann aus Düsseldorf

05.01.1926 Hilden – 18.12.2015 Hartford

Manfred Kaufmann wurde am 5.1.1926 als Sohn von Leo und Martha Kaufmann in Düsseldorf geboren. Er besuchte den jüdischen Kindergarten und später eine katholische Schule. Auf dieser konnte er jedoch nicht lange bleiben, da er von Anfang an starken antisemitischen Anfeindungen sowohl von Seiten der Schüler als auch von Seiten der Lehrer ausgesetzt war. So wechselte er nach nur sechs Wochen auf die jüdische Schule. Manfred war ein aktives Mitglied im jüdischen Sportbund Schild. Er wollte nach der Schule Jura studieren, doch daraus wurde nichts. Aufgrund des immer schlimmer werdenden Antisemitismus und weil sein Vater durch ein Zutrittsverbot des Schlachthofs erwerbslos wurde, emigrierte Manfred mit seinen Eltern im Alter von 13 Jahren in die USA. Aufgrund der schlechten finanziellen Situation der Eltern blieb ihm das anvisierte Jurastudium verwehrt. Stattdessen kämpfte er als US-Soldat gegen Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg lebte er zunächst weiter bei seinen Eltern in Hartford und zog später nach Miami.


Literatur und Quellen:

Datenblatt Leo und Manfred Kaufmann der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.
Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Interview mit Manfred Kaufmann
Stadtarchiv Düsseldorf, Sammlung Blaschka
Stadtarchiv Düsseldorf, Wiedergutmachungsakte Leo, Martha und Fred Kaufmann
Verjagt, ermordet. Zeichnungen jüdischer Schüler 1936–1941. Hg. vom Stadtmuseum Düsseldorf. Ausstellungskatalog, Düsseldorf 1988, S. 63.

Autor: Stefan Mühlhausen

Stammbaum

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