Magdalena Valk aus Goch

28.09.1933 Goch – 21.05.1943 Sobibór

Magdalena, genannt „Leni“, war die einzige Tochter von Erna und Walter Valk aus Goch. Sie wurde sehr schnell mit Ausgrenzung konfrontiert, da sie weder einen Kindergarten noch eine Schule besuchen durfte. Nach dem Novemberpogrom 1938 sah sie ihren Vater ein letztes Mal, als er verhaftet und ins KZ Dachau eingewiesen wurde. Kurz darauf schickte ihre Mutter sie zu ihren Verwandten, Hertha und Isaac Valk, nach Leeuwarden in die Niederlande, um sie vor den Verfolgungen schützen. Dort konnte Leni auch wieder eine normale Schule besuchen - bis die Deutschen im Mai 1940 in die Niederlande einmarschierten. Am 5.10.1942 mussten Leni und ihre Verwandten in das Durchgangslager Westerbork umziehen. Von hier wurde sie am 18.5.1943 in das Vernichtungslager Sobibór deportiert und sofort ermordet. Ihre Eltern, die den Holocaust überlebten, erfuhren erst nach dem Krieg vom Schicksal ihrer Tochter.


Literatur und Quellen:

Valk, Erna: Meine Erlebnisse in der Zeit vom 10. Dezember 1941 bis 30. Juni 1945. The Wiener Library, Ghetto Riga und Konzentrationslager Stutthof P.III. No. 367. Zit. nach: Projekt-Website der Gesamtschule Mittelkreis (Goch): http://wp.ge-mittelkreis.de/webfrie05/webinsch/jupage/valkernabe.htm (Aufruf 31.3.2015).

Autor: Max Kreuzwieser

Stammbaum

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