Ruth Gumpert (geb. Sachs) aus Düsseldorf

20.08.1904 Breslau – 13.10.1942 Łódź

Ruth Sachs wurde als Tochter von Max und Bianca Sachs geb. Herzfeld in Breslau geboren. Sie hatte drei Geschwister: Kurt, Lisbeth Johanna und Lotte, die alle den Holocaust überlebten, weil sie rechtzeitig auswandern konnten. Am 25.6.1929 heiratete Ruth den Kaufmann Georg Gumpert und zog am 1.6.1929 zu ihm nach Düsseldorf. Zusammen wohnten sie in einer 4-Zimmer-Wohnung in der Grafenberger Allee 155. Ihre Wohnung wurde während des Novemberpogroms vollständig zerstört. Ab dem 6.1.1939 lebte das Ehepaar dann in der Freytagstraße 8, bevor sie dann in das „Judenhaus“ in die Teutonenstraße 9 umziehen mussten. Nachdem eine geplante Auswanderung im Frühjahr 1940 gescheitert war, wurden Ruth und Georg Gumpert am 27.10.1941 vom Düsseldorfer Schlachthof in das Ghetto „Litzmannstadt“ (Łódź) deportiert. Im Ghetto lebte sie mit ihrem Mann im „Düsseldorfer Kollektiv“ in der Fischstraße. Nach dem Tod ihres Ehemannes zog sie am 10.6.1942 in eine Wohnung in der Königsberger Straße 4. Am 7.7.1942 musste Ruth ins Krankenhaus des Ghettos eingeliefert werden und einige Wochen bleiben. Danach wohnte sie in einer Wohnung in der Fischstraße 18. Sie überlebte noch „Ghetto-Sperre“ im September 1942, war aber bereits sehr geschwächt und unterernährt und starb nur wenige Wochen später, am 13.10.1942.

 

Literatur und Quellen:

Jakobs, Hildegard (2011): Im Getto von Litzmannstadt (Łódź). 1.003 Biografien der am 27. Oktober 1941 aus Düsseldorf Deportierten. Hg. v. Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V.

Jakobs, Hildegard: Eintrag im Gedenkbuch der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf: https://gedenkbuch-duesseldorf.de/memory-book/gumpert-ruth/

 

Text: Gruppe Teutonenstraße (WS 2020/21) / Friederike Aschhoff

Stammbaum

Stammbaum

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