Meta Elsberg (geb. Jülich) aus Oberhausen

17.08.1903 Oberhausen – 1942 Izbica

Meta Jülich war die Tochter von Berthold und Jenny Jülich, die in Oberhausen ein renommiertes Textilhaus führten. Sie heiratete den Kaufmann Ernst Elsberg, der in das Geschäft der Eltern einstieg und bald darauf Geschäftsführer wurde. 1927 wurde ihr Sohn Gert geboren. Nach der Machtübernahme der Nazis 1933 war das bekannte Textilhaus sofort Zielscheibe von Boykottaktionen. Noch im selben Jahr musste die Familie ihr Geschäft und auch die Wohnung unter Zwang verkaufen und nun zur Miete in ihrem ehemaligen Eigentum wohnen. Schwester Alice und ihr Mann nahmen 1935 die Möglichkeit wahr, mit ihrer Tochter in die USA auszureisen. Meta und ihre Familie blieben – und erlebten, wie in der Pogromnacht ihre Wohnung vollkommen verwüstet wurde. Unter den Augen der Nachbarn mussten sie tags darauf die aus dem Fenster geworfenen Möbel wieder einräumen. Am 21.4.1942 musste sich die Familie am Düsseldorfer Schlachthof einzufinden. Tags darauf wurden sie in das Ghetto Izbica in Polen deportiert, wo sich jede Spur von ihnen verliert. Auch Metas Eltern überlebten den Holocaust nicht. Sie wurden am 21.7.1942 ebenfalls über den Schlachthof nach Theresienstadt verschleppt und von dort zwei Monate später in das Vernichtungslager Treblinka.


Literatur und Quellen:

Weinberg, Klaus: Alte Osterfelder erinnern an das kurze Leben des Gert Elsberg, in: Der Kickenberg – Osterfelder Heimatblatt (12/2010), Nr. 17, S. 4-8
Datenblatt zu Berthold und Jenny Jülich von Yad Vashem, unter:
http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=4848953&language=de
http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=4849068&language=de
(aufgerufen am 26.08.2015)

Autor: Stefan Mühlhausen

Stammbaum