Max Mandelberger aus Moers

20.02.1924 Moers – 23.08.2009 Boca Raton

Max Mandelberger lebte anfangs zusammen mit seinem jüngeren Bruder Leo und seinen Eltern, dem Altwarenhändler Elias und Pesia (Sofia) Mandelberger in Moers. Alle vier Familienmitglieder besaßen die polnische Staatsbürgerschaft. Max besuchte wie sein Bruder die jüdische Volksschule in Moers. Der Vater konnte 1937 nach Kuba fliehen, schaffte es aber nicht die Familie rechtzeitig nachzuholen.
Max wurde 1937 von der Mutter über Frankfurt a. M. nach Hamburg geschickt und konnte schließlich von dort ins Ausland emigrieren. Seine Mutter Pesia und sein Bruder Leo wurden am 11.12.1941 vom Derendorfer Güterbahnhof nach Riga deportiert und kamen durch einen sog. „Todesmarsch“ am 19.7.1944 ins KZ Stutthof bei Danzig. Während Bruder Leo noch ins KZ Dachau kam und dort die Befreiung erlebte, überlebte seine Mutter Pesia die Shoah nicht. Zahlreiche Suchanzeigen des Ehemanns Elias sowie der Söhne Max und Leo waren vergebens. Pesia Mandelberger wurde 1945 zuletzt im KZ Stutthof gesehen und gilt seitdem als „verschollen“.


Literatur und Quellen:

Brigitte Wirsbitzki: Juden in Moers nach 1933, Moers 1992 (Familie Elias Mandelberger, S. 164)
www.immigrantships.net/marineflasher1946015_13.html (Nr. 859 Leo Mandelberger mit dem Hinweis „Transit to Cuba“)
Aufbau, 11. Jg., Nr. 25 (22.6.1945) (https://archive.org/details/aufbau) (S. 29 „Das erste Lebenszeichen“ unter anderem Leo Mandelberger)
JDC-Archives (www.search.archives.jdc.org/notebook)
Folder: Letter of Thanks 1945-1946, Folder Nr. 2118
Brief Leo Mandelberger vom 23.7.1946 an Mrs. Hollander, Antwerpen
https://familysearch.org (Person Details for Leo Mandelberger. „New York, New York Passengers and Crew lists, 1909, 1925-1957”, Nr. 7 Mandelberger, Leo)

Autorin: Hannelore Steinert

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