Karla Heymann aus Mönchengladbach

29.05.1931 Mönchengladbach – 1942 Izbica

Karla war die jüngere Tochter des Ehepaares Otto und Emma Heymann (geb. Menken). Sie lebte mit ihren Eltern und ihrer Schwester Ilse in der Rheydter Str. 2, das ihrem Vater gehörte. Nach 1939 musste die Familie in die Gasthausstr. 8 umziehen, eine Zwangsunterkunft für Jüdinnen und Juden. Eine in diesem Jahr geplante Ausreise aus Deutschland scheiterte aus unbekannten Gründen. Am 13.4.1942 wurde sämtliches Vermögen der Familie durch die Gestapo eingezogen, kurz darauf, am 21.4.1942 wurde die Familie Heymann in den Düsseldorfer Schlachthof gebracht. Nach einer Nacht in der Viehhalle wurde Karl mit ihrer Schwester Ilse und ihren Eltern mit dem Transport Da 52 in das „Transitghetto“ Izbica deportiert, wo sich ihre Spur verliert. Wenn Karla und ihre Familie nicht aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen im Ghetto selbst zu Tode kamen, wurden sie im Vernichtungslager Sobibór oder in Bełżec ermordet.

 

Literatur und Quellen

Landesarchiv NRW: Ger. Rep. 503/364 (Todeserklärungen Familie Heymann); RW 58/26662 (Gestapo-Personenakte Otto Heymann)

 

Text: Joachim Schröder

Stammbaum

Stammbaum

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