Karl Sternefeld aus Goch

09.06.1888 Goch – 07.05.1942 Chełmno

Karl Sternefeld wurde als Sohn von Isaak und Mathilde Sternefeld, geb. Sommer, geboren. Sein Vater war ab 1920 Vorsitzender der AOK, zudem auch Stadtverordneter und Mitglied der Finanz- und Verwaltungskommission. Die Familie war sehr wohlhabend und angesehen in der Stadt Karl hatte drei Brüder, von denen einer, Hugo, als Soldat im Ersten Weltkrieg fiel. Nach dem Tod des Vaters 1928 wohnte Karl in der Mühlenstraße 47. Nach dem Novemberpogrom wurde Karl Sternefeld vom 17.11.1938 bis zum 10.1.1939 im KZ Dachau inhaftiert. Anschließend kehrte er nach Goch wieder zurück. Ab 1939/40 lebte er mit seiner Haushälterin Fanny Badmann bei der Familie Valk und den Geschwistern Stern im „Judenhaus“ in der Herzogenstraße 26. Am 21.7.1941 wurde sein Vermögen vom Deutschen Reich beschlagnahmt. Am 22.10. 1941 erhielt Karl Sternefeld die Anordnung des Bürgermeisters, dass er deportiert werden sollte. Nach 4 Tagen, am 27.10.1941 wurde er vom Düsseldorfer Schlachthof aus in das Ghetto in Łódź verschleppt. Am 6.5.1942 wurde er weiter ins Vernichtungslager Chełmno transportiert und dort am folgenden Tag ermordet.

 

Literatur und Quellen:

Bundesarchiv (Hg.): Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Koblenz 1986 (https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de976149)

Genger, Angela/Jakobs, Hildegard (Hrsg.): Düsseldorf. Getto Litzmannstadt 1941, Essen 2010, S. 77 f.

Jakobs, Hildegard u.a.: Im Getto von Litzmannstadt (Łódź). 1.003 Biografien der am 27. Oktober 1941 aus Düsseldorf Deportierten, Essen 2011 (CD-Rom)

Website: Genealogy.net (http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=coesfeld&ID=I163658&nachname=STERNEFELD&modus=&lang=de)

Website: Gesamtschule Mittel Kreis, Gegen das Vergessen – NS-Opfer aus Goch und Uedem, (http://wp.ge-mittelkreis.de/webfrie05/webinsch/jupage/fsternefi.htm)

 

Text: Lee, Donghyun

Stammbaum

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