Israel Nussbaum aus Viersen

24.03.1869 Vollmerz – 04.12.1942 Terezín

Nach dem Abschluss des Gymnasiums und einer absolvierten Lehrausbildung unterrichtet Israel Nussbaum in mehreren Städten. 1897 heiratet er Berta Kronenberg und wurde Vater von Annie, Otto, Rudolf sowie Ilse Nussbaum und sie ziehen nach Viersen. Dort ist er der einzige Lehrer der jüdischen Schule Rektoratstraße und Kantor der jüdischen Gemeinde Viersen. Er wendete sich dem reformierten liberalen Judentum zu, so entstanden Differenzen mit dem orthodoxen Vorsteher der Gemeinde Nathan Liefmann. Ab 1909 erlitt Israel gesundheitliche Beschwerden. Auch seine Kinder erkranken, Annie mit Dauerschaden in Form von Lähmung. Die Eheleute Nussbaum zeigten großen patriotischen Einsatz während des 1. Weltkrieges und gründeten mehrere gemeinnützige Organisationen. 1932 wird Israel pensioniert. In der Reichspogromnacht 1938 wird er in das Polizeigebäude gebracht und misshandelt. Dann mit einem Transport in den Luftschutzbunker des Rathauses und anschließend in das Gefängnis Anrath gebracht. Seine Wohnung wurde verwüstet und verkauft. Die Nussbaums wohnten nach seiner Freilassung bei den Nachbarn bis zu deren Deportation; danach im Krankenhaus Maria-Hilf. Israel wurde mit Ehefrau Berta und Tochter Annie am 24.7.1942 vom Schlachthof Düsseldorf-Derendorf nach Theresienstadt deportiert und ermordet.

 

Text: Jule Schouren 

 

Literatur und Quellen:

Virtuelle Gedenkstätte Viersen 1933-1945 (https://virtuelle-gedenkstaette-viersen.de/datenbank/)

Geni.com – Israel Nussbaum (https://www.geni.com/people/Israel-Nussbaum/6000000001658225282)

Stammbaum

Stammbaum

Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.