08.07.1864
Süchteln
–
27.10.1942
Treblinka
Isidor wurde als einer von fünf Geschwistern geboren. Sein Vater, Moses Baum, kam aus Süchteln und starb, als Isidor erst 13 Jahre alt war. Als seine Mutter Sibilla starb, war er 18 Jahre alt. Isidor lebte am Lindenplatz 8 in Süchteln und war ohne Beruf gemeldet. Seine Schwestern Elisa und Netta blieben unverheiratet. Sie wohnten später in Süchteln am Lindenplatz und arbeiten als Hausangestellte. Das Einfamilienhaus und Ackerland der Geschwister Netta und Isidor Baum sowie mehrere Grundstücke in Süchteln, die im Besitz der Familie Baum lagen, wurden „arisiert“ und enteignet. Seine Schwester Elisa starb am 14.12.1941. Am 24.7.1942 musste sich Isidor Baum mit seiner Schwester Netta in der Viehhalle des Düsseldorfer Schlachthofes einfinden. Am nächsten Morgen wurden sie vom Güterbahnhof in Düsseldorf-Derendorf in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Sein Bruder Leopold war bereits einige Tage zuvor ebenfalls nach Theresienstadt deportiert worden. Von dort aus wurde Isidor am 21.9.1942 mit dem Transport Bp (Nr. 1585) in das Vernichtungslager Treblinka verschleppt, wo er kurz nach seiner Ankunft ermordet wurde.
Text: Jule Schouren
Literatur und Quellen:
Virtuelle Gedenkstätte Viersen 1933-1945 (https://virtuelle-gedenkstaette-viersen.de/datenbank/)
Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.