Irmgard Baum aus Wuppertal

22.04.1922 1942 Izbica

Irmgard war die einzige Tochter von Max und Aenne Baum (geb. Schasberger). Sie arbeitete als Kontoristin der Firma „Gebrüder Baum“ in Wuppertal, die von ihrem Vater und seinem Bruder geführt wurde. Ihr Vater verstarb bereits am 9.8.1940. Aenne Baum war nicht-jüdisch, weswegen Irmgard nach den "Nürnberger Gesetzen“ als „Halbjüdin“ galt. Dennoch wurde sie am 22.4.1942 nach Izbica deportiert und von hier aus schon einige Wochen später „ausgesiedelt“, wie es im NS-Jargon hieß, d.h. ermordet. Aenne Baum versuchte noch über eine Eingabe an das Reichssicherheitshauptamt, Nachrichten über den Verbleib ihrer Tochter zu erhalten. Umlaufende Gerüchte über Massenexekutionen an Juden in den besetzten Ostgebieten hatten sie sehr beunruhigt. Sie wurde von der Düsseldorfer Gestapo vorgeladen und bedroht für den Fall, sollte sie solche Gerüchte weiterverbreite.

 

Literatur und Quellen:

Landesarchiv NRW R, RW 58/26403
Gedenkbuch Wuppertal: http://www.gedenkbuch-wuppertal.de/de/person/baum-1

Text: Joachim Schröder

Stammbaum

Stammbaum

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