15.04.1927
Mönchengladbach
–
1942
Izbica
Ilse war die ältere Tochter des Ehepaares Otto und Emma Heymann (geb. Menken). Sie lebte mit ihren Eltern und ihrer Schwester Ilse in der Rheydter Str. 2, das ihrem Vater gehörte. Sie besuchte die jüdische Volksschule in Mönchengladbach. Nach 1939 musste die Familie in die Gasthausstr. 8 umziehen, eine Zwangsunterkunft für Jüdinnen und Juden. Eine in diesem Jahr geplante Ausreise aus Deutschland scheiterte aus unbekannten Gründen. Am 13.4.1942 wurde sämtliches Vermögen der Familie durch die Gestapo eingezogen, kurz darauf, am 21.4.1942 wurde die Familie Heymann in den Düsseldorfer Schlachthof gebracht. Nach einer Nacht in der Viehhalle wurden Ilse, ihre Eltern und Karla mit dem Transport Da 52 in das „Transitghetto“ Izbica deportiert, wo sich ihre Spur verliert. Wenn Ilse nicht aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen im Ghetto selbst zu Tode kamen, wurde sie mit ihrer Familie im Vernichtungslager Sobibór oder in Bełżec ermordet.
Literatur und Quellen
Landesarchiv NRW:Ger. Rep. 503/364 (Todeserklärungen Familie Heymann); RW 58/26662 (Gestapo-Personenakte Otto Heymann)
Schily, Doris: Mitten unter uns: jüdisches Leben in Mönchengladbach, Erfurt 2006 (S. 49)
Text: Joachim Schröder
Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.