Ernst Elsberg aus Oberhausen

13.08.1902 Hamm Westf. – 1942 Izbica

Ernst Elsberg übernahm nach seiner Hochzeit mit Meta Jülich das renommierte Textilhaus der Schwiegereltern Berthold und Jenny Jülich in Oberhausen. Sie wohnten zu viert in einer großen Wohnung über dem Geschäft, der 1927 geborene Sohn Gert machte das Familienglück perfekt. Nach der Machtübernahme der Nazis musste die Familie bereits 1933 unter Druck ihr Geschäft sowie ihre Wohnung weit unter Wert verkaufen. In ihrer eigenen Wohnung waren sie nur noch als Mieter geduldet. Ernst Elsberg arbeitete zunächst als Handelsvertreter und musste später Zwangsarbeit leisten. In der Pogromnacht drangen Nazis in die Wohnung ein, verwüsteten sie und warfen einen Großteil des Inventars auf die Straße. Danach musste die Familie unter den Augen der Nachbarn alles aufräumen. Nach wie vor gab es aber auch nicht-jüdische Familien, die der Familie Elsberg halfen und sie unterstützten. Am 21.4.1942 mussten sich Ernst, Meta und Gert Elsberg am Düsseldorfer Schlachthof einfinden und wurden am nächsten Tag in das Ghetto Izbica deportiert. Dort verliert sich ihre Spur. Die Eltern von Meta Elsberg wurden am 21.7.1942 ebenfalls über den Schlachthof nach Theresienstadt verschleppt. Von dort aus kamen sie zwei Monate später in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie ermordet wurden.


Literatur und Quellen:

Weinberg, Klaus: Alte Osterfelder erinnern an das kurze Leben des Gert Elsberg, in: Der Kickenberg – Osterfelder Heimatblatt (12/2010), Nr. 17, S. 4-8.
Datenblatt zu Berthold und Jenny Jülich von Yad Vashem, unter:
http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=4848953&language=de
http://db.yadvashem.org/names/nameDetails.html?itemId=4849068&language=de
(aufgerufen am 26.8.2015)

Autor: Stefan Mühlhausen

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