Elisabeth Frank (geb. Feder) aus Krefeld

04.11.1889 Palermo – 21.04.1955 Neuchatel

Elisabeth Frank lebte mit ihrem Mann Arthur in Magdeburg. Ihr Mann führte das elterliche Geschäft für Getreide und Futtermittel, das 1936 „arisiert“ wurde. Die Eheleute trennten sich, Elisabeth zog mit ihrer Mutter in deren Heimatstadt Krefeld, wo sie bei einer Freundin der Mutter, Emilie Haas, wohnten. Im August 1938 wurde sie von der Gestapo verhaftet, als sie versuchte, die Grenze in die Niederlande zu passieren. Ihr Mann, von dem sie sich 1939 scheiden ließ, und ihre gemeinsame Tochter Ursel lebten dort seit 1937. Elisabeth Frank musste in ein sogenanntes „Judenhaus“ in der Elisabethstraße 132 ziehen. Sie sollte am 22.4.1942 nach Izbica deportiert werden, doch sie tauchte unter und konnte sich mit Hilfe des Krefelder Zahnarztes Dr. Heinrich Kipphardt ein Jahr verborgen halten. Im Frühjahr 1943 gelang ihr die Flucht in die sichere Schweiz, wo sie bis sie bis zu ihrem Tod lebte. Arthur und Ursel Frank wurden aus den Niederlanden deportiert und ermordet.


Quellen:

Landesarchiv NRW, RW 58/19008
Gedenkbuch der Stadt Magdeburg (https://www.magdeburg.de/PDF/Frank_Ehepaar_und_Tochter_Ursula.PDF?ObjSvrID=37&ObjID=21612&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=)
Website joodsmonument (www.joodsmonument.nl/nl/page/137852/arthur-frank)

Autor: Joachim Schröder

Stammbaum