Berta Nussbaum (geb. Kronenberg) aus Viersen

24.09.1868 Leichlingen – 17.04.1943 Terezín

Berta Kronenberg arbeitete als Lyzeallehrerin und war Hausfrau. Sie heiratete Israel Nussbaum und bekam vier Kinder: Annie, Ilse, Rudolf und Otto Nussbaum. Sie wohnten seit 1897 in Viersen und Berta war seit 1914 Mitglied des "Vaterländischen Liebesdienstes Viersen" und Begründerin der Kriegsküche in der evangelischen Schule. Hierfür erhielt sie das Verdienstkreuz. Ab 1915 war sie Vertreterin der jüdischen Frauen im Vorstand des Hausfrauenvereins und wurde später zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Durch Schriften, Vorträge, Ausstellungen, Kurse und Feste wollte der Verein die Berufstüchtigkeit von Frauen fördern. Berta Nussbaum dichtete für die Feste des Vereins und trug die Verse auch vor. Im Rahmen des Hausfrauenvereins reiste Berta Nussbaum als "Puppentante" durch Deutschland, um den Viersener Verein mit der Ausstellung der "Modepuppen" zu vertreten. Der Hausfrauenverein organisierte auch in Viersen große Veranstaltungen bei denen Berta große Rollen übernahm. Auf Druck der Nazis musste sie 1933 alle Ämter niederlegen. Trotz schlimmster Erfahrungen in der Reichspogromnacht und danach entschlossen sich Berta, Israel und Tochter Annie, in Viersen zu verbleiben. Berta wurde am 25.7.1942 ab Düsseldorf mit ihrem Mann und ihrer Tochter ins Ghetto Theresienstadt deportiert und ermordet.

 

Text: Jule Schouren 

 

Literatur und Quellen:

Virtuelle Gedenkstätte Viersen 1933-1945; Quelle: (https://virtuelle-gedenkstaette-viersen.de/datenbank/)

Geni.com – Berta Nussbaum; Quelle: (https://www.geni.com/people/Berta-Nussbaum/6000000001658225294 )

Marx, Reinhard: Zur Geschichte der Familie Kronenberg. Zusammengestellt von Reinhard Marx aus Anlass der geplanten Stolpersteinverlegung in Geseke am 18. Juni 2022

 

Stammbaum

Stammbaum

Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.