Alexander Ginsburg aus Riga

22.06.1917 Dünaburg – 05.01.1996 Köln

Alexander Ginsburg, ein studierter Jurist und Aktivist einer zionistischen Gruppe, lebte in Riga, als die Deutschen die Stadt einnahmen und die jüdische Bevölkerung in ein riesiges Ghetto einsperrten. Nach der Auflösung des Ghettos kam er ins KZ Kaiserwald bei Riga, er überlebte auch die KZ Stutthof und Buchenwald. Nach seiner Befreiung floh Ginsburg 1946 erst nach Bayern, dann siedelte er ins Rheinland über, wo er Liesel Frenkel heiratete, die er im Ghetto von Riga kennengelernt hatte. Er arbeitete von 1948 bis 1973 im nordrhein-westfälischen Amt für Wiedergutmachung, zuletzt als stellvertretender Leiter. Der seit 1953 in Köln lebende Alexander Ginsburg wurde anschließend Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland. Über seine schrecklichen Erlebnisse während der NS-Terrorherrschaft, während der er seinen Vater, seinen Bruder und andere Angehörige verlor, sprach er so gut wie nie.


Literatur und Quellen:

Ginsburg, Hans Jakob: Der Lebensretter. Über Alexander Ginsburg, in: Manfred Oeming/Hanna Liss (Hg.): Juden in der Bundesrepublik Deutschland - Dokumentationen und Analysen, Heidelberg 2005, S. 13-36.

Autor: Joachim Schröder

Stammbaum